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Psychosoziale Beratungsstellen | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

Psychosoziale Beratungsstellen

Pränatalmedizinische Maßnahmen betreffen immer Mutter und ungeborenes Kind gemeinsam. Diese enge biologische, psychologische und soziale Verflechtung zwischen Mutter und Kind macht die Planung und Durchführung jeder pränatalmedizinschen Maßnahme zu einem komplexen Geschehen (Vergl. BZgA-Broschüre "Schwangerschaftserleben und Pränataldiagnostik" auch in englischer Version erhältlich), dessen Folgen sich im Vorfeld nicht immer abschätzen lassen. Hier setzt das Konzept an, daß (§ 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (vollständige Version als HTMLPDF)) jede Frau und jeder Mann das Recht hat, sich neben Anderem auch in allen eine Schwangerschaft berührenden Fragen in einer hierfür vorgesehenen gesetzlichen Beratungsstelle auf Wunsch informieren und beraten zu lassen. Auf diesen Beratungsanspruch sollen die Schwangeren von den die Mutterschaftsvorsorge durchführenden GynäkologInnen hingewiesen werden (Mutterschaftsrichtlinien Abschnitt A1).

Dieses Unterstützungsangebot für Patientinnen und ihre Angehörigen hat sich in der täglichen pränatalmedizinischen Arbeit als enorm hilfreiches Instrument einer integralen medizinsch-sozialen Betreuung erwiesen. Für sie gibt es täglich einen authentischen, berechtigten Bedarf. Psychosoziale Beratung in der Pränatalmedizin bedeutet für die Patientin immer eine akute, echte Hilfe. Dies gilt in Routinefragen und noch viel mehr im Notfall einer fetalen Erkrankung.

Psychosoziale Beratung beinhaltet vor allem psychologische Krisen- und Konfliktberatung, aber auch rechtliche, medizinische und soziale Informationen sowie die Vermittlung entsprechender Hilfen. Sie wird als eigenständiges Beratungs- und Hilfsangebot verstanden, non-direktiv und ergebnisoffen. Die psychosoziale Beratung findet idealerweise inhaltich unabhängig von der medizinischen Behandlung und Beratung und räumlich wie zeitlich vom medizinischen Kontext getrennt statt.

Die Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt – Prof. Scharf arbeitet mit folgenden Beratungsstellen zusammen:

Diakonisches Werk Darmstadt. Weitere Informationen und Kontaktdaten zur Beratung bei vorgeburtlicher Diagnostik finden Sie hier.

pro familia Darmstadt. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.

Donum Vitae Darmstadt. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.

Als begleitende qualitätssichernde Maßnahmen finden regelmäßige interdisziplinäre Treffen der beteiligten Berufsgruppen im Pränatalnetzwerk Darmstadt statt. Ziel ist dabei, die tägliche Kooperation zu optimieren, neue Entwicklungen der jeweiligen Berufsgruppen einander vorzustellen und so die ganzheitliche pränatalmedizinische Versorgung für den Raum Darmstadt auf ein maximales bedarfsgerechtes Niveau zu heben. Dabei orientiert sich das Pränatalnetzwerk Darmstadt in seiner Struktur und methodischen Vorgehensweise an den Empfehlungen der BZgA-Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik"

Die Wirkung bzw. Bedeutung der psychosozialen Beratung in der Pränatalmedizin wird über die positive praktische Erfahrung hinaus auch wissenschaftlich kontinuierlich evaluiert.  Hervorzuheben sind hier die Tätigkeiten folgender Arbeitsgruppen:

Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg: Diese besitzt über die Person des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Cierpka und seiner Stellvertreterin Frau Prof. Dr. Riehl-Emde einen ausgeprägten Schwerpunkt in der empirischen Erforschung der psychosozialen Aspekte der Präntaldiagnostik. Über die gemeinsame Doktoranden-Betreuung durch Fr. Prof. Riehl-Emde und Prof. Scharf besteht hier eine direkte Verbindung der Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt mit dem Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg. Erste Ergebnisse wurden hierzu publiziert (Pauli-Magnus C, Bruder A, Sieler V, Engelken-Juki S, Riehl-Emde A: Interprofessionelle Vernetzung im Kontext von Pränataldiagnostik. Eine qualitative Studie über Erfahrungen von Beraterinnen im Rahmen eines Modellprojektes. Familiendynamik 2011; 36 (1): 32-42). Der Abstract zu dieser Arbeit findet sich hier. Eine Übersicht über die Literatur zum Modellprojekt Baden-Wüttemberg "Beratung bei PND" und zum Modellprojekt "Interprofessionelle Qualitätszirkel bei PND" finden Sie hier auf der Homepage der Seite "Beratung bei Pränataldiagnostik".

 IFB – Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg: Diese hat einen lesenswerten Projektbericht 2008-2010 zum Thema "Psychosoziale Beratung" im Internet veröffentlicht.

Weitere Literaturempfehlungen von meiner Seite zu diesem Thema sind:

– Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe:
Perspektiven der psychosozialen Beratung in der Pränataldiagnostik – Eine Handreichung aus evangelischer Sicht

– Bundesverband evangelische Behindertenhilfe für die Evangelische Kirche Deutschland:
Beratung und Begleitung bei pränataler Diagnostik – Empfehlungen an evangelische Dienste und Einrichtungen für eine geregelte Kooperation