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Invasive Diagnostik | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

Invasive Diagnostik

Chorionzottenbiopse (CVS) ab 10+0 SSW

Prinzip: Gewebsentnahme aus dem Mutterkuchen (Placenta). Dieses ist vorgeburtlich das größte kindliche Organ
Methoden: Transabdominal (über die Bauchdecke) und transvaginal (durch die Scheide)
Vorteil: Frühestmögliche invasive Diagnostik im Verlauf der Schwangerschaft, schnelle Befunderstellung (Dirketpräparation oder Chorion-Kurzzeitkultur: Ergebnis am Folgetag)
Risiken: Laut den Bundesärztekmmer-Richtlinien zur pränatalen Diagnostik ist das Eingriffsrisiko der Chorionzottenbiopsie im Hinblick auf die Herbeiführung einer Fehlgeburt (Abort) an entsprechend ausgewiesenen Zentren nicht höher als bei der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese, vergl. unten)

Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) ab 15+0 SSW

Vorteil: Älteste und verbreitetste Methode der invasiven Pränataldiagnostik ("Goldstandard"), technisch einfache Durchführbarkeit
Prinzip: Entnahme von Fruchtwasser aus der Fruchthöhle. Hierin befinden sich sog. Fruchtwasserzellen (Amniozyten). Diese stammen direkt vom ungeborenen Kind (abgeschilferte, nicht verhornende Hautzellen und Oberflächenzellen aus den ableitenden Harnwegen)
Risiken: Fehlgeburtsrisiko von 0,5%- 1%
Nachteil: Relativ späte Diagnostik, 10 Tage Bearbeitungsdauer im Labor bis Befunderstellung (genetische Diagnose). Aus diesem Grund wird das Verfahren häufig mit einem pränatalen Schnelltest (FISH, PCR, MLPA) kombiniert: Dieser ermöglicht ein in Bezug auf die Kernfragen (Ausschluß Trisomie 21, 18, 13) eine schnelle Vorabklärung binnen 24-Stunden-Frist.

 

– Nabelschnurpunktion ab 18+0 SSW

Prinzip: Entnahme von kindlichem (fetalen) Blut aus der Nabelschnur
Methode: Transabdominale (über die Bauchdeckeerfolgende) Punktion
Vorteil: Maximal beschleunigte und maximal breite Diagnostik. Es können mit dieser Entnahmemethode gleichzeitig eine genetische Diagnostik, eine Infektionsdiagnostik und eine Blut (Blutgruppenbestimmung, Hb: Hämoglobinkonzentration)- bzw. Gerinnungsdiagnostik (Blutplättchen (=Thrombozyten-)Konzentration) am ungeborenen Kind vorgenommen werden. Die Ergebnisse liegen bei entsprechender Organisation direkt (Hb, Thrombozyten) bzw. binnen weniger Stunden (Genetik: Chromosomen) bzw. eines Tages (Infektionsdiagnostik) vor.

Bitte beachten Sie:

Alle obengenannten EIngriffe werden – mit Ausnahme der fetalen Nabelschnurpunktion – ambulant in der Praxis für Pränatalmedizin durchgeführt. Rechnen Sie bitte einen zeitlichen Aufenthalt von 2-3 Stunden bei uns ein: Dies beruht darauf, daß wir neben der Eingriffsvorbereitung und -durchführung eine Nachbeobachtung von durchschnittlich einer Stunde  anbieten und empfehlen. In dieser Zeit können Sie sich in unserer Ruhezone von der Punktion erholen. Bevor Sie die Praxis verlassen, erfolgt zum Abschluß eine Ultraschallkontrolle Ihres Kindes. Bei Rhesus-negativen Müttern wird im Anschluß an den Eingriff ein Impfstoff gespritzt um Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Mutter und Kind zu vermeiden

Um ein Maximum an Eingriffssicherheit zu garantieren, sind folgende Voraussetzungen und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten:

Vor Durchführung des Eingriffes:

– Eine Untersuchung der Blutgruppen- und Rhesusmerkmale ist erfolgt und liegt vor.
– Ein HIV-Test wurde durchgeführt. Sein Ergebnis liegt vor.

Nach Durchführung des Eingriffes:

– Zuhause strenge körperliche Schonung für 24 Stunden
– Geburtshilfliche Kontrolluntersuchung einschließlich Ultraschall bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenenarzt am Folgetag der Untersuchung