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PraenaTest vor der 12. SSW – Macht die Anwendung Sinn? | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

PraenaTest vor der 12. SSW – Macht die Anwendung Sinn?

by admin ~ Juni 24th, 2012. Filed under: Allgemein.

Immer wieder kommt es dazu, daß vereinbarte Beratungstermine zum neuen Bluttest von Seiten der Schwangeren abgesagt werden müssen, weil die Schwangerschaft von der Natur nicht fortgeführt wurde. Je früher die Schwangerschaft, desto häufiger sind derartige Ereignisse.

Die Ursachen hierfür sind vom Prinzip her hinlänglich bekannt: Bei der Verschmelzung von Samen- und Eizelle läßt die Natur zunächst jede Variante neuen Lebens zu. Zwischen der 5. SSW (= üblicherweise frühester Zeitpunkt der Feststellung, daß eine Schwangerschaft vorliegt) und der vollendeten 12. SSW (=Ende der Embryonalperiode, in welcher die Organe angelegt werden) werden über bisher noch nicht hinreichend verstandene Mechanismen die meisten Schwangerschaften, welche von einer Störung betroffen sind, vom mütterlichen Organismus als solche identifiziert und am weiteren Wachstum gehindert. Hauptsächliche Ursachen hierfür liegen im Bereich der Genetik, der Immunologie, der gestörten Anatomie, der Infektiologie, Umwelteinflüssen. Auch finden sich endokrine und hämatologische Ursachen. Die Folge davon ist eine sog. verhaltene frühe Fehlgeburt ("Missed abortion") oder die mit Blutungen und Gewebsabgang einhergehende spontane Fehlgeburt ("miscarriage"). Wenngleich derartige Geschehnisse von den betroffenen Paaren in aller Regel als schmerzhafter Verlust erlebt werden und in entsprechenden  Trauerritualen bearbeitet werden können, so wohnt ihnen dennoch ein die Schwangere schützender Sinn inne: Die Natur verhindert hierdurch, daß Krankheit und Leid entsteht. Die Wahrscheinlichkeit für das Erleben einer Fehlgeburt steigt mit dem mütterlichen Alter an.

Je gröber die Störung, desto früher und desto präziser wird sie von der Natur erkannt. Beim Down-Syndrom ist die Summe der regulatorischen Abweichungen der Erbinformation insgesamt gering (Das Chromosom 21 ist klein und es wird auf ihm anteilig wenig Erbmaterial gespeichert). Daher wird das Down-Syndrom von der Natur mit einer geringeren Empfindlichkeit und später entdeckt als andere genetische Störungen. Man schätzt, daß von allen tatsächlich angelegten Fällen eines Down-Syndroms bis zur 12. SSW trotzdem immerhin noch rund ein Drittel von der Natur erkannt werden und in einer natürlichen Fehlgeburt enden.

Im Umkehrschluß bedeutet dies: Wenn eine Schwangerschaft die 12. SSW erreicht hat, ist der Fet mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund. Es besteht nur noch ein geringes Restrisiko von 2% für körperliche Fehlbildungen und von 0,2% für genetische Erkrankungen (u.a. Trisomie 21, Trisomie 18, Trisomie 13). Von den 0,2% genetischen Erkrankungen entfällt dabei ein guter Teil (0,14%) auf das Down-Syndrom. Da die Natur bis zur vollendeten 12. SSW von sich aus krankhafte Zustände mit hoher Genauigkeit regelt, sollte jede medizinische Suchstrategie auf fetale Erkrankungen nicht vor diesem Zeitfenster ansetzen. Die Folge wäre unnötiges Leid und Kosten.

Bezogen auf die Anwendung des PraenaTests bedeutet dies: Seine Anwendung macht vor der 12. SSW weder biologisch noch ökonomisch Sinn. 

 

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