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Folsäureeinnahme in der Schwangerschaft und frühkindliche Tumoren | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

Folsäureeinnahme in der Schwangerschaft und frühkindliche Tumoren

by admin ~ Dezember 18th, 2012. Filed under: Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Pränatalmedizin.

Die vorgeburtliche Einnahme von Folsäure reduziert bekanntermassen nicht nur das Risiko von Neuralrohrdefekten, sondern vermindert auch, wie anhand zahlreicher Studien belegt werden konnte, dasjenige verschiedener frühkindlicher Malignome [1]. Folsäure ist aufgrund ihrer zentralen Funktion im Methionin- und DNA-Stoffwechsel für die Regulation von Wachstumsvorgängen während der Embryogenese von großer Bedeutung. Aus diesem Grunde werden in den USA bereits seit 1998 Getreideprodukte mit Folsäure angereichert. Als unmittelbare Folge konnte ein Anstieg der mittleren Plasmafolsäurekonzentration der Bevölkerung von 6,3 auf 16,2 ng/ml beobachtet werden, wobei gleichzeitig die Häufigkeit der Neuralrohrdefekte um etwa 31% abnahm [2].

In einer unlängst veröffentlichten Publikation (Linabery A et al. Childhood cancer incidence trends in association with US folic acid fortification (1986–2008). Pediatrics 2012; 129(6):1125–1133) wurden die Zusammenhänge zwischen dieser veränderten vorgeburtlicher Folsäureeinnahme und der Häufigkeit frühkindlicher Hirntumoren unter Zuhilfenahme des SEER-Registers („Surveillance, Epidemiology, and End Results“; http://seer.cancer.gov) des National Cancer Centers genauer beleuchtet.

Dabei kamen die Autoren zu folgenden Ergebnissen und Schlussfolgerungen: Die vorgeburtliche Einnahme von Folsäure führt neben einem Rückgang von Neuralrohrdefekten wahrscheinlich auch zu einer Verminderung der Häufigkeit frühkindlicher Tumoren, insbesondere von Wilms-Tumoren und sog. primitiver neuroektodermaler Tumoren (PNET).

Literatur

1. Grupp SG et al. Pediatric cancer rates after universal folic acid flour fortification in Ontario. J Clin Pharmacol 2011; 51:60–65
2. Williams LJ et al. Prevalence of spina bifida and anencephaly during the transition to mandatory folic acid fortification in the United States. Teratology 2002; 6:33–39

 

 

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