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EURAT- Projekt – Totalsequenzierung des menschlichen Genoms – Ethische und rechtliche Aspekte | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

EURAT- Projekt – Totalsequenzierung des menschlichen Genoms – Ethische und rechtliche Aspekte

by admin ~ September 18th, 2012. Filed under: Allgemein.

Der rasante Techologie- und Wissensfortschritt im Zusammenhang mit der Entschlüsselung des Humangenoms – durch die modernen Formen des Hochgeschwindigkeits- Parallel-Sequenzierung (MPSS, Next Generation Sequencing – NGS) ist es mittlerweile möglich, zu vergleichsweise niedrigen Kosten binnen weniger Tage das gesamte Erbgut eines individuellen Menschen zu erfassen – weckt die Hoffnung, in naher Zukunft die genetische Grundlage einer Vielzahl von Krankheitsbildern zu verstehen. Dabei gehen Voraussagen so weit, daß es möglich sein wird, individuelle Gesundheitsrisiken charaktisieren zu können und hierauf fussend eine individuell auf die genetische Ausstattung eines Menschen gerichtete Medizin – die sogenannte personalisierte Medizin, s. Stellungnahme von Fr. Prof. Woopen, Deutscher Ethikrat und das Protokoll der Sitzung des Deutschen Ethikrates vom 24. Mai 2012 – zu entwickeln. Obwohl durch das am 1.2. 2010 in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz ein weitsichtiges rechtliches Rahmenwerk zu den Fragen der Durchführung genetischer Untersuchungen am Menschen sowie die Verwendung gentischer Proben und Daten geschaffen wurde, sind in Bezug auf die Frage der klinischen Anwendung individuelle genomischer Profile noch wesentliche ethischen und rechtliche Fragen offen (Stichwort: Genetischer Erbgutcheck für alle – und dann?).

Das im März 2011 an der Universität Heidelberg initiierte EURAT-Projekt (EURAT = Ethische und rechtliche Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms) hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Fragen zu bearbeiten. Dabei hat die Eurat-Arbeitsgruppe folgende Ziele formuliert:

– Politikberatung und Erarbeitung von Stellungnahmen, die in Gesetzgebungsverfahren in Deutschland sowie in die internationalen Diskussionen um die Definitionen von Standards und Regelungen für die Arbeitsfelder eingebracht werden sollen
– Qualifizierung der Diskussion in der breiteren Öffentlichkeit um Chancen und Risiken dieser Forschung
– Aufbau einer national und international sichtbaren Plattform in Heidelberg, auf der kontinuierlich und fächerübergreifend die betroffenen Wissenschaften an den normativen Fragen arbeiten, die durch die Forschung aufgeworfen werden

Weiterführende information zu diesem Thema finden Sie hier:

Auszug aus dem Jahresbericht des Marsilius-Kollegs 2010/2011 zum EURAT-Projekt
Informationsbroschüre zum EURAT-Workshop mit Patientenvertretern am 19.7. 2012
Artikel Biopro Baden-Württemberg Portal vom 22.3. 2012: Humangenomforschung und Verantwortung

 

 

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