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Das Matthäus-Prinzip „Wer hat, dem wird gegeben“ – Zur Bedeutung des IF-Impact Factors in der Wissenschaft | Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt - Prof. Scharf

Das Matthäus-Prinzip „Wer hat, dem wird gegeben“ – Zur Bedeutung des IF-Impact Factors in der Wissenschaft

by admin ~ April 15th, 2012. Filed under: Allgemein.

Das vom amerikanischen Bibliometriker Eugene Garfield in die Wissenschaft eingeführte Instrument "IF – Impact factor" gilt auch bei Publikationen in unserem Fachbereich weithin als absolutes Maß für die Qualität der Zeitschrift, in welcher ein wissenschaftlicher Artikel veröffentlicht wird. In einem kürzlich veröffentlichtem Beitrag von Prof. Dr. Christopher Baethge im Deutschen Ärzteblatt (Baethge C: Imperfect Impact Factor—Impact Factor is a good measure of ajournal’s influence, but must be used with caution in relation to authors, and across medical disciplines. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(15): 267–9,  Artikel Nichtperfekter Impact-Faktor hier) wies der Autor darauf hin, daß hier häufig eine Begriffsverwirrung herrscht, denn:

Der Impact-Faktor beschreibt nicht die Qualität einer Zeitschrift (und der darin veröffentlichten Artikel), sondern ihren Einfluss in der wissenschaftlichen Literatur. Damit ist der IF ein Surrogatparameter. Seine Bedeutung hat er u.a. deswegen erlangt, weil er vor allem in der ministeriellen Forschungsburokratie und an den Fakutäten als Qualitätsmaß herangezogen wird. Geeignetere Faktoren für die Beurteilung publikatorischer Qualität stehen mit dem Hirsch-Faktor und dem Eigen-Faktor (www.eigenfactor.org) zur Vefügung, sind alleridngs weniger im Bewusstsein der wissenschaftlichen Welt verankert. Gegenüber 2005 sind die mittleren und höchsten Impact-Faktoren der Zeitschriften eines Fachgebiets fast durchgehend gestiegen. Dabei haben die Zeitschriften an der Spitze eines Fachgebietes getreu dem Matthäus-Effekt mehr profitiert als die große Masse. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das Anwachsen der wissenschaftlichen Produktion: Immer mehr Forscher schrieben in immer mehr Quellen immer mehr Beiträge.

Für die Beurteilung der Forschung einer einzelnen Person ist der IF hingegen ungeeignet (Garfield E: The agony and the ecstasy – the history and the meaning of the journal impact factor. Lecture given on 16 September 2005) . Was bleibt, ist: Wer die Güte der Publikationen eines Autors beurteilen möchte, kommt weiterhin nicht umhin, dessen Artikel zu lesen!

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